Die Pilzfibel


Essbare Pilzarten

Anischampignon (Agaricus arvensis)

VI bis X, auf Wiesen, in Laub- und Nadelwäldern, häufig.
Hut: 8-12 (15) cm, weißlich, später gilbend.
Stiel: 8-15 cm lang, zylindrisch mit verdickter oder knolliger Basis, weiß, später gilbend, mit häutigem, unterseits flockigem Ring.
Blätter: jung hell, graurosa, später schokoladenbraun bis purpurschwarz.
Fleisch: weißlich, fest.
Geruch: anisartig.
Geschmack: nußartig-würzig.
Wert: Ausgezeichneter Speisepilz.
Verwechslung: Giftchampignons mit chromgelber Verfärbung an der Stielbasis und "Apothekengeruch" meiden! Weiße Knollenblätterpilze haben weiße Lamellen und eine lappige Scheide an der Stielbasis.


Birkenpilz, Kapuziner (Leccimum scabrum)

VI bis X, unter Birken, seltener bei Hainbuchen, häufig.
Hut: 6-12 cm, nuß-, graubraun, alt klebrig.
Stiel: 10-15 cm lang, ziemlich dünn, mit dunklen Faserschüppchen, fest.
Röhren: jung weißlich, bald grau, schwammig-weich, sehr lang.
Fleisch: bald weich und schwammig, weiß oder grauend.
Geschmack: mild.
Wert: Guter Speisepilz, aber nur jung verwertbar.
Verwechslung: Kaum möglich, man achte auf Standort und Stielschuppen.


Blutreizker (Lactarius deliciosus)

VII bis XI, nur auf Kalk.
Hut: 6-12 cm, dick, jung weinrot mit Kreisen, feucht schmierig.
Stiel: 3-9 cm lang, gleichfarig, walzig.
Blätter: starr, brüchig, herablaufend.
Fleisch: hell, fest, mit weinrotem Milchsaft.
Geschmack: mild.
Wert: Gebraten ausgezeichnet.
Verwechslung: Der Edelreizker.


Brätling (Lactarius volemus)

VII bis X, in Laub- und Nadelwäldern, sehr zerstreut.
Hut: 6-12 cm, dick, orange- bis goldbraun, trocken, matt.
Stiel: 5-9 cm lang, zylindrisch, semmelgelb,glatt.
Blätter: hellgelb, starr, brüchig, bei Druck bräunend.
Fleisch: blaß, fest, brüchig, mit reichlichem weißen Milchsaft.
Geruch: älter nach Hering, nicht unangenehm.
Geschmack: mild.
Wert: Nur gebraten wohlschmeckend.
Verwechslung: Es gibt viele ähnliche, meist kleine ungenießbare Mischlinge mit scharfem Geschmack.


Brotpilz, Heideschleierling (Cortinarius mucosus)

VII bis X, in sandigen Kiefernwäldern und Birken, häufig.
Hut: 5-8 cm, orange- bis satt rotbraun, feucht schmierig, trocken glänzend.
Stiel: weiß, oft mit violettem, schleimigem Überzug, oben mit schleierfädiger Ringzone.
Blätter: ocker- bis rostbraun, ziemlich engstehend.
Fleisch: holzfarben.
Geschmack: angenehm-mild.
Wert: Guter Speisepilz.
Verwechslung: Man hüte sich vor braunen Ritterlingen, die keine schleierfädige Zone am Stiel und weiße Lamellen haben.


Bruchreizker (Lactarius helvus)

VII bis Ende X, an feuchten Stellen der Nadelwälder, zerstreut.
Hut: 6-15 cm, gauocker bis rötlichocker, feinfilzig, matt, trocken.
Stiel: 5-8 cm lang, heller als der Hut.
Blätter: hellocker, semmelfarben, spröde-splitternd.
Fleisch: blaß, brüchig, jung mit spärlichem, molkeartigem Milchsaft.
Geruch, Geschmack: mild.
Wert: Nur in kleinen Mengen als Würzpilz, sonst leicht giftig.
Verwechslung: Man lasse frische Pilze antrocknen und prüfe den Geruch.


Butterpilz, Schälpilz (Suillus granulatus)

VIII bis XI, in Kiefernwäldern, auf saurem Böden; Massenpilz.
Hut: 5-10 cm, schokoladenbraun mit schleimiger, abziehbar Oberhaut, alt trocken-glänzend.
Stiel: oben gelb, unten braun, mit dünnhäutigem Ring.
Röhren: zuerst von weißer Haut bedeckt, hellgelb, später oliv.
Fleisch: weich, blaßgelb.
Geschmack: mild-säuerlich, saftig.
Wert: zartfleischig, verträgt keinen Druck.
Verwechslung: Man beachte abziehbare Huthaut und Ring.


Edelreizker (Lactarius deliciosus)

VIII bis XI, in Kiefernwäldern auf Sand, zerstreut.
Hut: 6-12 cm, dick, jung orangerot mit Kreisen, später grünlich, feucht schmierig.
Stiel: 3-9 cm lang, gleichfarig, walzig.
Blätter: starr, brüchig, herablaufend.
Fleisch: hell, fest, mit orangerotem Milchsaft.
Geschmack: mild.
Wert: Gebraten ausgezeichnet.
Verwechslung: Der Blutreizker.


Erbsenstreuling (Pisolithus arhizus)

V bis IX, auf Halden, Kippen, sandigen Waldwegen, mancherorts häufig.
Fruchtkörper: 6-12 cm, rund, oder birnenförmig, stielartig zusammengezogen, gelbbraun bis schmutzig-rotbraun, trocken, glatt.
Fleisch: hellgelben,erbsengroßen, eckigen Gebilden, die später zu braunem Pulver zerfallen.
Geruch: würzig.
Geschmack: kräftig-würzig.
Wert: Nur als Würzpilz.
Verwechslung: Der giftige Kartoffelbovist hat weißes, später violettschwarzes Fleisch.


Erdritterling (Tricholoma terreum)

IX bis XI, bei Kiefern, häufig.
Hut: 4-8 cm, dünn, graubraun bis fast schwarz, feinfilzig, trocken.
Stiel: 5-9 cm lang, zylindrisch, semmelgelb,glatt.
Blätter: hellgelb, starr, brüchig, bei Druck bräunend.
Fleisch: blaß, fest, brüchig, mit reichlichem weißen Milchsaft.
Geruch: älter nach Hering, nicht unangenehm.
Geschmack: mild.
Wert: Nur gebraten wohlschmeckend.
Verwechslung: Es gibt viele ähnliche, meist kleine ungenießbare Mischlinge mit scharfem Geschmack.


Flaschenstäubling (Lycoperdon perlatum)

VII bis X, in Laub- und Nadelwäldern.
Fruchtkörper: 3-8 cm hoch, kopfig-gestielt, birnenförmig, mit kegeligen, leicht abwischbaren Stacheln besetzt, weiß, zuletzt trocken, mit einer Öffnung, stäubend
Unterer Teil stielartig verschmälert, körnig.
Fleisch: weiß, brüchig, bald weich und gelb, später oliv werdend.
Verwechslung: Giftige Kartoffelboviste sind außen gelbbraun schuppig, innen später violettschwarz.
Junge Knollenblätterpilze sind nicht stachelig.


Flockenstieliger Hexenpilz (Boletus miniatoporus)

VI bis X, in Laub- und Nadelwäldern auf sauren Böden, verbreitet.
Hut: 10-15 (20) cm, dick, dunkelbraun, feinsamtig, trocken.
Stiel: 8-12 cm lang, keulig, rötlichgelb mit roten Schüppchen.
Röhren: mit feinen roten Poren, bei Druck blauend.
Fleisch: fest, gelb, an Bruchstellen sofort blau anlaufend.
Geschmack: mild.
Wert: Guter Speisepilz, aber gründlich erhitzen, da roh unbekömmlich.
Verwechslung: Der giftige Satanspilz ist grauhütig, der Schönfußröhrling bitter.


Frauentäubling (Russula cyanoxantha)

Ende VI bis X, unter Buchen, häufig.
Hut: 8-15 (20) cm, grün, tiefviolett oder beide Farben gemischt, radial-rinnig, feucht, schmierig.
Stiel: kräftig, weiß, fest.
Blätter: weiß, biegsam.
Fleisch: weiß, brüchig.
Geschmack: nußartig.
Wert: Alle milden Täublinge sind gute Speisepilze.
Verwechslung: Vorsicht bei grünen Formen (Grüner Knollenblätterpilz).


Gartenchampignon (Agaricus hortensis)

V bis XI, in Gärten, bei Komposthaufen, zerstreut.
Hut: 5-8 cm, dick, braun, mit angedrückten Schuppen.
Stiel: kurz, weißlich, mit schmalem Ring.
Blätter: fleischrot, alt schokoladenfarben bis violett-schwarz, eng.
Fleisch: weiß, kaum verfärbend.
Geruch: angenehm.
Geschmack: würzig.
Wert: Guter Speisepilz.
Verwechslung: Man beachte die Lamellenfarben und den Ring!


Geschmückter Gürtelfuß (Cortinarius armillatus)

VII bis X, an feuchten Stellen, gern unter Birken, zerstreut.
Hut: 5-12 cm, rotbraun, jung feinfilzig, später faserig-schuppig..
Stiel: 8-15 cm, schlank, unten mit keuliger Knolle, hellbraun, oben jung blaßlila, mit mehrern zinnoberroten schrägen Gürteln, faserig.
Blätter: gelb- bis zimtbraun, weitstehend.
Fleisch: blaßbräunlich, weich.
Geruch: wenig ausgeprägt.
Geschmack: mild.
Wert: Mischpilz.
Verwechslung: Bei Beachtung der roten Stielgürtel unmöglich.


Goldröhrling (Suillus grevillei)

VI bis X, nur unter Lärchen, besonders an Waldrändern und Schneisen, gesellig.
Hut: 5-10 cm, orangebraun, goldgelb, gelb, mit schleimiger, abziehbarer Oberhaut, später trocken-glänzend.
Stiel: 5-8 cm lang, dünn, goldgelb, mit weißlichem, häutigem Ring.
Röhren: gelb, eng, später bräunlich.
Fleisch: sehr weich, gelblich.
Geschmack: gut.
Wert: Beliebt, zartfleischig.
Verwechslung: Ähnlich ist der Schmerling, dieser jedoch ohne Ring!


Grauer Ritterling (Tricholoma portentosum)

X bis Anfang XII, in sandigen Kiefernwäldern, zerstreut.
Hut: 4-12 cm, dünn, hell- bis violettgrau, mit eingewachsenen dunkleren Fasern, jung klebrig, trocken glänzend.
Stiel: 5-10 cm lang, weißlich oder gelblich.
Blätter: weiß mit gelblichen Tönen, ausgebuchtet angewachsen.
Fleisch: weißlich.
Geruch: leicht mehlartigt.
Geschmack: mild-mehlartig.
Wert: Guter Speisepilz.
Verwechslung: Der Erdritterling ist ebenfalls eßbar, der Brennende Ritterling hat schwarzen Lamellenrand und scharfen Geschmack.


Grauer oder Gedrungener Wulstling (Amanita spissa)

VI bis X, in Nadel- und Laubwäldern, häufig.
Hut: 6-10 cm, grau, graubraun, grauweißlich, mit dichtstehenden, grauweißen Flöckchen.
Stiel: 8-15 cm lang, kräftig, mit dicker, nicht scharf abgesetzter Knolle.
Manschette: dicht gerieft.
Blätter: weiß, weich.
Fleisch: weißlich, weich.
Geruch: dumpf. 
Geschmack: rettichartig, kratzend.
Wert: eßbar, wegen großer Verwechslungsgefahr aber lieber meiden.
Verwechslung: Der giftige Pantherpilz hat abgesetzte Knolle und ungeriefte Manschette!


Graukappe , Nebelgrauer Trichterling (Clitocybe nebularis)

IX bis XI, in Nadel- und Laubwäldern, auf dicken Humuslagen, sehr häufig.
Hut: 6-15 cm, dick, weißlichgrau, bräunlichgrau, matt, oft weißfilzig.
Stiel: 6-10 cm lang, dick, hellgrau, unten keulig.
Blätter: hell gelbgrau, engstehend, wenig am Stiel herablaufend.
Fleisch: weiß.
Geruch: süßlich aromatisch.
Geschmack: rettichartig, kratzend.
Verwechslung: Der seltene, giftige Riesenrötling hat alt rosafarbene, entferntstehende, am Stiel ausgebuchtete Lamellen und Mehlgeruch.


Grüngefelderter Täubling (Russula virecens)

VII bis X, in Laubwäldern, zerstreut.
Hut: 8-12 cm, dick, grünlich, felderig-zerrissen, trocken.
Stiel: kräftig, weiß.
Blätter: weiß, weitstehend, spröd-splitternd.
Fleisch: weiß, brüchig.
Geschmack: nußartig.
Verwechslung: Vorsicht bei grünen Formen (Grüner Knollenblätterpilz)!


Habichtspilz (Sarcodon imbricatus)

VIII bis XI, in sandigen Kiefernwäldern, häufig.
Hut: 8-20 cm, dick, dunkelbraun, mit groben, sparrigen Schuppen.
Stiel: kurz und derb, hellbraun.
Stacheln: jung weißlich, später graubraun, brüchig.
Fleisch: jung weißlich, dann graubräunlich,derb.
Geruch: würzig.
Geschmack: alt bitterlich.
Wert: Nur jung verwenden.
Verwechslung: Es gibt ähnliche, bittere Arten. Geschmacksprobe durchführen.


Hallimasch (Armillariella mellea)

IX bis XI, an und um Nadel- und Laubholzstuppen, gemein.
Hut: 4-12 cm, dünn, braun, mit dunkleren Faserschüppchen.
Stiel: 5-12 cm lang, bräunlich, mit weichwolligem Ring, Basis verdickt; in dichten Büscheln.
Blätter: jung blaß, rötlich oder bräunlich, am Stiel kurz herablaufend.
Fleisch: weiß, weich.
Geschmack: laugenartig kratzend.
Wert: Als Massenpilz viel gesammelt, aber abkochen! Zähe Stiele nicht verwenden!.
Roh giftig!  
Verwechslung: Der Grünblättrige Schwefelkopf schmeckt bitter.


Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides)

VII bis XI, in Eichen-Hainbuchen- und Buchenwäldern, herdenweise.
Fruchtkörper: 6-12 cm hoch, keulig-röhrig, oben trichterförmig erweitert, wellig, grau- bis schwärzlichbraun, innen feinschuppig, außen zartrunzlig.
Fleisch: sehr dünn, jung weich, alt zäh.
Geruch: schwachwürzig.
Geschmack: mild.
Wert: Guter Würz- und Suppenpilz.
Verwechslung: Ähnliche Trompetenpfifferlinge sind ebenfalls eßbar.


Krause Glucke, Fette Henne (Sparassis crispa)

VIII bis X, in Kiefernwäldern, zerstreut.
Fruchtkörper: badeschwammähnlich, bis 30 cm Durchmesser, jung blaßocker, später bräunlich.
Strunk: aus Kieferstubben oder -wurzeln wachsend.
Fleisch: weißlich.
Geruch: würzig.
Geschmack: nußartig, ältere Teile leicht bitterlich.
Wert: Jung gesuchter Speisepilz.
Verwechslung: Es gibt keine ähnliche Art.


Kuhpilz, Kuhröhrling (Suillus bovinus)

VIII bis X, in sandigen Kiefernwäldern, massenhaft.
Hut: 4-8 (12) cm, dünn, rötlich- bis bräunlichgelb, wellig-verbogen, feucht schmierig, trocken mattglänzend.
Stiel: gleichfarbig, kurz, dünn, mitunter mehrere verwachsen.
Röhren: graugelb bis graubraun, am Siel herablaufend.
Poren: später weit und eckig, dunkel graubraun.
Fleisch: gelb, weichlich, älter gummiartig-biegsam.
Geschmack: fade.
Wert: Nicht besonders wohlschmeckend.
Verwechslung: Der scharfe Pfefferröhrling ist kleiner und hat rotbraune Poren!


Leberpilz (Fistulina hepatica)

VIII bis X, an alten Eichen und deren Stubben, sehr zerstreut.
Fruchtkörper: bis 30 cm lang und 20 cm breit, dick, zungenförmig, oft leberartig gelappt, hinten stielartig rund-zusammengezogen, jung orange-rötlich, später leberbraun, feucht schmierig.
Röhren: rund, engstehend, zuerst blaßgelb, dann hellrötlich.
Fleisch: blaßrot mit blutrotem Saft, marmoriet, strahlig-faserig.
Geruch: obstartig.
Geschmack: säuerlich.
Wert: Erst wässern, dann braten oder als Salat in Gewürzessig servieren.
Verwechslung: Ähnlich aussehende Porlinge an Bäumen sind zäh und ungenießbar.


Lilastiel (Lepista personata)

X bis XI, in großen Hexenringen auf fetten Weiden und Wiesen, häufig.
Hut: 8-15 (20) cm, dick, falb graubraun.
Stiel: kurz und dick, jung leuchtend violett, später verblassend.
Blätter: weißgrau, rosagrau.
Fleisch: weißlich.
Geruch: angenehm.
Geschmack: mild.
Wert: Guter Speisepilz, aber abbrühen! Wächst noch sehr spät und verträgt leichte Fröste.
Verwechslung: Kaum möglich.


Maipilz (Calocybe gambosa)

V bis VI, in lichten Wäldern, auf Triften, besonders auf Kalk; bildet Hexenringe, stellenweise häufig.
Hut: 5-12 cm, elfenbeinweiß bis ockerlich, trocken.
Stiel: 4-8 cm, dem Hut gleichfarbig.
Manschette: dicht gerieft.
Blätter: weißlich, engstehend, ausgebuchtet angewachsen.
Fleisch: weißlich.
Geruch: intensiv, wie Gurken. 
Geschmack:
mehlartig.
Wert: beliebter Speisepilz.
Verwechslung: Der sehr giftige Ziegelrote Rißpilz hat einen anderen Geruch und alt einen rötenden Hut.


Marone, Braunhäubchen (Xerocomus badius)

VII bis X, in älteren Kiefern- und Fichtenwäldern, sehr häufig.
Hut: bis 12 cm, ziemlich dick, kastanienbraun, jung feinsamtig, später glatt, kahl.
Stiel: 6-10 cm lang, bis 2 cm dick, gelbbraun, fein gestreift.
Röhren: hellgelb, später gelbgrün, bei Druck blaugrün.
Poren: mittelweit.
Fleisch: blaßgelb, jung fest, blau verfärbend.
Geschmack: mild.
Wert: Bekannt und beliebt.
Verwechslung: Es gibt keine ähnliche giftige Art. Typisch ist das Blauen der Röhren bei Druck.


Nelkenschwindling (Marasmius oreades)

V bis XI, auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern, in Hexenringen, sehr häufig.
Hut: 3-5 cm, dünn, jung glockig, später flach gewölbt, bräunlich, alt blaßocker.
Stiel: schlank, weißlich, feinfilzig, knorpeling-zäh.
Blätter: heller als Hut, entfernt, dicklich, abgerundet angewachsen.
Fleisch: weißlich.
Geruch: würzig, nach Bittermandeln.
Geschmack: würzig, nußartig.
Wert: Nicht besonders ergiebig, aber geschmacklich ausgezeichnet.
Verwechslung: Man präge sich den typischen Geruch ein!


Netzstieliger Hexenpilz (Boletus luridus)

VI bis X, in Laub-, seltener Nadelwäldern, meist auf Kalk- und Tonböden, zerstreut.
Hut 8-15 (20) cm, dick, olivbraun, schmutzigbraun, feinfilzig, trocken.
Stiel 5-12 cm lang, 2-3 cm dick, walzig bis keulig, gelblich, unten purpurrot, genetzt.
Röhren gelbgrün, Poren jung orangerot, später trübrot. Fleisch blaßgelb, blau anlaufend.
Wert: Roh giftig.
Verwechslung: Der giftige Satanspilz hat grauen Hut und ist viel dickfleischiger.


Ockertäubling (Russula ochroleuca)

VIII bis XI, in Nadelwäldern, massenhaft.
Hut: 6-10 cm, hell- bis dunkelocker, matt, feucht klebrig.
Stiel: 3-6 cm lang, weiß, grauend.
Blätter: weißlich, spröde-brüchig.
Fleisch: weiß, älter grauend, fest, brüchig.
Geschmack: wenig scharf.
Wert: Mischpilz.


Perlpilz (Amanita rubescens)

VI bis X, in Nadel- und Laubwäldern, sehr häufig.
Hut: 6-12 (18) cm, blaß-rot, rötlichbraun, mit graurötlichen Flöckchen, nach Regenwetter ohne diese.
Stiel: 12-15 cm lang, kräftig, weißrötlich, mit weißer, hängender, geriefter Manschette und dicker, rotbrauner Knolle.
Blätter: weiß, weich, engstehend.
Fleisch weiß, weichzart.
Geschmack: zart-süßlich, etwas kratzend.
Wert: Guter Speisepilz, nicht roh essen!
Verwechslung: Vergleiche Pantherpilz; beachte rotbraune Madenfraßgänge!


Pfifferling (Cantharellus cibarius

VI bis X, in Nadelwäldern, besonders Kiefernforsten, seltener im Laubwald, häufig.
Hut: bis 6 cm, jung kugelig, später trichterförmig, Rand wellig, stroh- bis dottergelb, glatt, trocken.
Stiel: gleichfarbig, 1-6 cm lang, oben verdickt.
Leisten: statt Blätter, dicklich, gegabelt, weit herablaufend.
Fleisch: blaßgelb, fest.
Geruch: nach Aprikosen.
Geschmack: leicht pfefferig.
Wert: Gesuchter Speisepilz.
Verwechslung: Der dünnfleischige Falsche Pfifferling ist nicht giftig.


Rauchblättriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides)

IX bis IV, büschelig an Nadelholzstubben, häufig.
Hut: 3-8 cm, dünn, gelbbraun, matt, trocken.
Stiel: büscheling mit anderen verwachsen, oben weißlich, unten braun, faserig.
Blätter: hellgrau, aschgrau, violettgrau.
Fleisch: gelblich-weiß.
Geruch: angenehm.
Geschmack: mild.
Wert: Recht guter Speisepilz.
Verwechslung: Der Grünblättrige Schwefelkopf ist bitter.


Reifpilz, Zigeuner (Rozites caperata)

VII bis X, häufig in sandigen Kiefernwäldern, auch in sauren Laubwäldern.
Hut: 5-12 cm, hell, lehm- bis ockergelb, trocken, fein weißlich bereift, Rand oft runzelig.
Stiel: 6-11 cm lang, fest, heller als der Hut, mit zartem Ring.
Blätter: wie der Hut gefärbt, später dunkler braun, Scheide gekerbt.
Fleisch: blaßgelb, fest.
Geruch: angenehm.
Geschmack: angenehm.
Wert: Guter Speisepilz.
Verwechslung: Ähnlich gefärbte, ungenießbare Fälblinge haben keinen Ring, aber Rettichgeruch.


Riesenschirmpilz, Parasol (Macrolepiota procera)

VII bis X, in lichten, grasigen Wäldern, auf Waldwiesen, häufig.
Hut: 12-25 cm, jung eiförmig, später ausgebreitet, weißlich mit dunklen groben Schuppen.
Stiel: 15-30 cm lang, genattert, hohl, mit verschiebbarem Ring, unten keulig-knollig.
Blätter: weißlich, später blaßbraun, eng, weich.
Fleisch: weiß, zart, im Stiel zäh-faserig.
Geruch: angenehm.
Geschmack: nußartig.
Wert: Erstklassiger Speisepilz! Hüte panieren und braten.
Verwechslung: Der rot anlaufende Safranschirmpilz kann ebenso verwendet werden.


Rotkappe (Leccimum aurantiacum)

VI bis X, vor allem unter Birken und Espen, zerstreut.
Hut: 8-15 (20) cm, dick, gelblich- bis orangerot, trocken-matt, jung mit Hutsaum.
Stiel: 10-20 cm lang, kräftig, fest, rauh mit schwärzlichen oder rötlichen Schüppchen.
Röhren: grau oder weißlich.
Poren: fein.
Fleisch: fest, weißlich, langsam anlaufend und beim Kochen dunkler verfärbend.
Geschmack: mild.
Wert: Gesuchter Speisepilz.
Verwechslung: Kaum möglich, man beachte Hutfarbe und Stielschuppen.


Sandpilz (Suillus variegatus)

VIII bis X, bei Kiefern, auf Sandböden, Massenpilz.
Hut: 6-10 cm, ziemlich dick, sand- bis semmelfarben, jung filzig, später glatt, feucht schmierig.
Stiel: 5-8 cm lang, ockerfarben, glatt.
Röhren: jung graubräunlich, später grünlich-braun.
Poren: fein.
Fleisch: wenig fest, gelblich, verfärbt sich blaßbläulich.
Geruch: säuerlich.
Geschmack: säuerlich.
Wert: Geschmacklich mittelmäßig, aber als Massenpilz ergiebig.
Verwechslung: Es gibt keinen ähnlichen Giftpilz.


Schafeuter (Albatrellus ovinus)>

VII bis X, in sandigen Kiefernwäldern und in Gebirgsfichtenwäldern, seltener.
Hut: 6-12 cm, sehr dick, meist unregelmäßig mit anderen Hüten verwaschen, weißlich, graugelblich, älter felderig-rissig, trocken.
Stiel: kurz und dick, weiß.
Röhren: weiß, später blaßgelb, kurz, am Stiel herablaufend.
Poren: sehr klein.
Fleisch: weiß, fest, brüchig.
Geruch: angenehm.
Geschmack: angenehm, alt bitterlich.
Wert: Nur jung sammeln.
Verwechslung: Siehe den anders gefärbten Semmelporling.


Scheidenstreifling (Amanita vaginata)

VI bis X, in Nadel- und Laubwäldern, häufig.
Hut: 6-12 cm, dünnfleischig, grau, oder rotbraun, auch mit anderen Farben, glatt, am Rande gerieft.
Stiel: 8-15 cm lang, schlank, hohl, glatt oder genattert, am Grunde mit großer, häutiger Scheide, die den Pilz jung einhüllt.
Blätter: weiß, weich,engstehend.
Fleisch: weiß, zart.
Geschmack: süßlich.
Wert: eßbar, wenig ergiebig.
Verwechslung: Man beachte die große Scheide und das Fehlen eines Ringes!


Schmerling, Körnchenröhrling (Suillus granulatus)

VI bis X, unter Kiefern, auf Kalk; Massenpilz.
Hut: 6-10 cm, gelbbraun bis goldbraun, dunkelbraun (Abart!), Oberhaut schleimig-abziehbar, später trocken-glänzend.
Stiel: hellgelb, oben jung mit Tröpfchen, alt mit Pünktchen.
Röhren: hellgelb, später olivgelb.
Poren: fein.
Fleisch: weich, hellgelb.
Geschmack: mild.
Wert: Zartfleischig, vertragen keinen Druck.
Verwechslung: Es gibt keine ähnlichen Giftpilze.


Schopftintling, Spargelpilz (Coprinus comatus)

V bis X, truppweise auf Rasenflächen und Schuttplätzen, häufig.
Hut: 6-12 cm hoch, elliptisch, walzenförmig, weiß, am Scheitel bräunend, faserig-schuppig.
Stiel: 6-12 cm lang, schlank, weiß, glatt, mit verschiebbarem Ring.
Blätter: dicht, weiß, bald rosa, zuletzt schwarz zerfließend.
Fleisch: weiß, zart.
Wert: Sehr schmackhaft, aber sofort zubereiten.
Verwechslung: Es gibt keine ähnlichen Giftpilze. Zu glatthütigen Knotentintlingen keinen Alkohol genießen!


Semmelporling (Albatrellus confluens)

VII bis X, in sandigen Kiefernwäldern, stellenweise häufig.
Hut: 5-20 cm, sehr dick, unregelmäßig, oft mehrere verwachsen, semmel- bis rötlichgelb, trocken, glatt.
Stiel: kurz und dick, unregelmäßig, weißlich, oft mehrere verwachsen.
Röhren: weißlich, kurz, am Stiel herablaufend.
Poren: klein.
Fleisch: weiß, jung fest, zart, älter derb.
Geruch: angenehm. 
Geschmack: angenehm-bitterlich, älter bitter.
Wert: Nur jung sammeln.
Verwechslung: Der sehr ähnliche Semmelstopelpilz hat unter dem Hut feine Stacheln.


Semmelstoppelpilz (Hydnum repandum)

VIII bis XI, in Nadel- und Laubwäldern, häufig.
Hut: 3-12 cm, ziemlich dick, semmel- bis rötlichgelb, unregelmäßig verbogen, trocken.
Stiel: kurz und kräftig, heller als der Hut.
Stacheln: blaßgelb, dichtstehend, kurz, brüchig.
Fleisch: weißlich, brüchig.
Geruch: gering, würzig.
Geschmack: etwas pfefferig, älter bitterlich.
Wert: jung eßbar.
Verwechslung: Der eßbare Semmelporling hat Poren, der eßbare Pfifferling hat Leisten unter dem Hut.


Speisemorchel (Morchella esculenta)

Ende IV bis V, in Laubwäldern, Parks, Gärten, häufig.
Hut: 4-10 cm hoch, eiförmig, rundlich, grubig-zellig, jung grau, dann bräunlich bis hellocker, hohl.
Stiel: 3-8 cm, hohl, kleiig.
Fleisch: brüchig.
Geruch: angenehm.
Geschmack: gut.
Wert: Schwer verdaulich, schmackhaft.
Verwechslung: Giftige Lorcheln haben einen unregelmäßig wulstigen Hut.


Speisetäubling (Russula vesca)

VI bis X, in Nadel- und Laubwäldern, häufig.
Hut: 6-10 cm, blaßrot, fleischrot, matt.
Stiel: 3-5 cm lang, weiß, fest.
Blätter: weiß, älter rostfleckig, biegsam.
Fleisch: weiß, fest, brüchig.
Geschmack: nußartig.
Wert: Guter Speisepilz, wie alle milden Täublinge.


Spitzmorchel (Morchella conica)

Ende III bis IV, in Nadel- und Laubwäldern, Parkanlagen, an Wegrändern, zerstreut.
Hut: 4-8 cm hoch, kegelig, länglich wabenartig-zellig.
Stiel: bis 8 cm lang, hohl.
Fleisch: brüchig.
Geruch: erdig.
Geschmack: fad.
Verwechslung: Giftige Lorcheln haben einen unregelmäßig wulstigen Hut.


Steinpilz (Boletus edulis)

(V) VII bis X, in Kiefern-, Fichten-,Eichen- und Buchenwäldern, häufig.
Hut: bis 15 (20)cm, dick, hell- bis dunkelbraun, unter Nadelbäumen rotbraun, runzlig.
Stiel: 8-15 cm lang, 3-5 cm dick, keulig, oben fein genetzt.
Röhren: jung weißlich, später gelblich, alt olivgrün.
Fleisch: jung kernig-fest, hell bleibend.
Geschmack: nußartig-gut.
Wert: Geschätzter Speisepilz.
Verwechslung: Der Gallenröhrling hat rosa Röhren und braunes Stielnetz.


Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

IV bis XI, büschelig an Laubholzstubben, besonders an Buchen, Linden, Birken, häufig.
Hut: 3-8 cm, dünn, ockergelb bis zimtbraun, Rand oft durchfeuchtet und dunkler.
Stiel: 5-8 cm lang, dünn, mit zartem Ring, unten dunkelbraun-schuppig.
Blätter: braun, eng, dünn.
Fleisch: blaßbraun, weich.
Geruch: gut, aromatisch.
Geschmack: gut, aromatisch.
Wert: Ausgezeichneter, beliebter Speisepilz.
Verwechslung: Der Grünblättrige Schwefelkopf hat bitteres Fleisch.


Violetter Ritterling (Lepista nuda)

IX bis X, in humusreichen Nadel- und Laubwäldern, in Parkanlagen, oft in Kreisen, häufig.
Hut: 6-12 cm, jung violett, älter violettbraun, kahl und glatt.
Stiel: 5-10 cm lang, wie der Hut gefärbt.
Blätter: leuchtend violett, später bräunlichlila, ziemlich eng.
Fleisch: violett, später ausblassend.
Geruch: stark, parfümiert.
Geschmack: gut, aromatisch.
Wert: Guter Speisepilz.
Verwechslung: junge, leuchtend violette Exemplare sind nicht zu verwechseln.


Waldchampignon (Agaricus silvatcus)

VII bis X, in Fichtenforsten, gern auf Kalk, sehr gesellig.
Hut: 4-8 cm, zimtbraun, kurzfaserig, zartschuppig.
Stiel: 4-8 cm lang, tief in der Nadelstreu sitzend, dünn, mit abstehendem Ring, an der Basis abgerundet-knollig.
Blätter: graurosa, zuletzt schokoladenbraun.
Fleisch: weiß, rot anlaufend.
Geschmack: mild.
Wert: Guter Speisepilz.
Verwechslung: Alle braunhätigen, rotanlaufenden Champignons sind gute Speisepilze. Die meisten Arten sind kräftiger, aber seltener als die abgebildete.


Wiesenchampignon (Agaricus campester)

(V) VII bis XI, in Hexenringen auf fetten Weiden, Wiesen, an Wegrändern, auf Kleeäckern, oft massenhaft.
Hut: 6-12 cm, ziemlich dick, weiß, mit wollig-faseriger Oberhaut.
Stiel: 4-6 cm kurz, kräftig, weißlich, basal verschmälert, mit schmalen Ring.
Blätter: jung Fleischrosa, alt schokoladenbraun bis violettschwarz, eng, weich.
Fleisch: weiß, leicht rötend, fest.
Geruch: angenehm.
Geschmack: gut, würzig.
Wert: Vielerorts wichtigster Speisepilz.
Verwechslung: Bei Beachtung der Lamellenfarben kaum möglich.


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